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Historie

Loreto und seine Geschichte

Der Loretokindergarten hat eine sehr lange Tradition. Der Grundstock für den ersten Kindergarten in ganz Tettnang wurde Mitte 19. Jahrhundert von Königin Pauline von Würtemberg gelegt, als diese der Stadt Tettnang 1900DM zur Gründung eines Kindergartens spendete. Im Jahr 1879 wurde dieser dann im ausgebauten St. Loreto Mesnerhaus mit 52 Kindern (in einer Gruppe) eröffnet und von Ordensschwestern des Klosters Reute geleitet. Seinen Namen erhielt der Kindergarten von der angrenzenden Loretokapelle, die wiederum nach einen kleinen Ort in der italienischen Provinz Ascona bennant ist. In diesem Loreto steht eine Wahlfahrtskirche (1468), die Vorbild für die hiesige Kapelle war. In den 50er Jahren wurde der Kindergartenbesuch dann zur Regel. Somit stieg der Bedarf an Kindergartenplätzen sprungartig an. Ein Anbau wurde notwendig. Dieser wurde im Jahr 1960 fertig getellt. Eröffnet wurde der nun dreigruppige Kindergarten mit einer Belegung von insgesamt 160 Kindern. Die Leitung hatte traditionsgemäß eine Ordensschwester (bis Sommer 1987). Somit sind wir einer der ältesten katholischen Kindergärten in Deutschland, der auf eine lebendige und traditionsreiche Kindergartengeschichte zurückblicken kann.

Woher kommt der Name Loreto?

Die Loretokapelle ist die kleinste der Tettnanger Kirchen. Früher wurde sie von Schwestern aus dem Kloster Reute liebevoll betreut. Hinter dem Kirchlein spielen tagsüber die Kinder des angrenzenden Loretokindergartens. Loreto hat nicht nur eine eigenartige Bauform mit einem offenen Umgang, sondern auch einen seltsam klingenden Namen. "Loreto" ist aber nicht der Name eines Heiligen, sondern ein heute noch bestehender Wallfahrtsort in Mittelitalien. Eine alte Legende erzählt, daß das Haus der Heiligen Familie aus Nazareth von Engeln durch die Lüfte nach Loreto getragen worden sein soll. Diese italienische Kapelle, die keine Fundamente hat, ließ die Gräfin Johanna Euphrosina von Waldburg-Wolfegg, die Gemahlin Graf Hugo XVIII. (1619-1662) in Tettnang genau nachgestalten. Der Bau der Kapelle, der im Jahr 1624 begonnen wurde, war ein Dank der Gräfin für die Hilfe Gottes in der ersten Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648).

Der Urenkel der Gräfin Euphrosina, Graf Ernst von Montfort (1733-1755), stiftete im Jahre 1738 eine Kaplanei zur Loretokapelle. Der Kaplan sollte nach seinem Wunsche stets ein musikalischer Priester sein. Er mußte den Kirchenchor von St. Gallus leiten und musikalische Tettnanger Kinder in Musik unterrichten. Mit dem Ende der Montfortischen Herrschaft im Jahre 1780 verlor auch die Loretokapelle als Wallfahrtskirche an Bedeutung. Am 26. Juni 1879 richteten die Schwestern von Kloster Reute im damals noch einstöckigen ehemaligen Mesnerhaus die erste Kleinkinderschule ein. An manchen Wochentagen hört man die kleine, schon 300 Jahre alte Glocke vom Kirchtürmlein läuten. Die Spitze des Turmes ziert das gleiche "Caravacakreuz" wie die des Turms der St. Gallus-Kirche.